Performanceüberwachung von Mehrkammerfilter-Anlagen zur Senkung der Betriebskosten

Müllverbrennungsanlage | PCME LEAK LOCATE 320

Industrie: Müllverbrennung

Material: Tierische Abfälle (Verbrennung nach Produkt)

Staubbeladungen: Weniger als 10 mg/m3

Einbauort: an 8 einzelnen Filterkammer-Ausgängen

Die Anwendung

Müllverbrennungsanlagen arbeiten unter strengen Grenzwerten zur Kontrolle der Partikelemissionen, was in der Regel die Installation von Mehrkammerfiltern erfordert.
Diese Filter bieten einen hohen Grad an Filtrationseffizienz und erfordern für eine optimale Leistung eine regelmäßige Wartung. Aufgrund der Komplexität von großen Mehrkammerfiltern kann das Identifizieren potenzieller Lecks eine komplizierte und zeitintensive Aufgabe sein. Der aktuelle (europäische) Emissionsgrenzwert (ELV) liegt bei nur 10 mg/m³. Daher können die Folgen von Filterleckagen schnell zu einer Überschreitung des Emissionsgrenzwertes führen.
Wenn man sich bei der Anzeige von Emissionsgrenzwertverletzungen ausschließlich auf die Emissionsüberwachung des Hauptkamins verlässt, ist das Filterausfallereignis bereits im Gange. Um die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte zu gewährleisten, ist die Möglichkeit der Lokalisierung der Filterkammer, in der sich das Leck befindet, ein sehr wertvolles Werkzeug für den Prozessbetrieb.

Die Lösung

Das Leak Locate 320-System wurde entwickelt, um die Staubfreisetzung aus Filterkammern zu überwachen und ist in der Lage, Leckagen schnell und unmittelbar zu erkennen, selbst bei sehr niedrigen Emissionskonzentrationen. Der Sensor ist im Reingasausgang jeder Filterkammer installiert, so dass er die Staubfreisetzung, isoliert von allen anderen Kammern, überwachen kann, wodurch ein Vergleich zwischen den einzelnen Kammern möglich ist. Unter Verwendung der einzigartigen und patentierten Electrodynamic®-Technologie von ENVEA erkennen die Sensoren erfolgreich sehr niedrige Staubfreisetzungen (z. B. 1-2 mg/m³) und bieten den Vorteil, dass keine Luftspülung erforderlich ist, da die Messung nicht durch Produktablagerungen auf dem Sensorstab beeinträchtigt wird. Um zusätzliches Vertrauen in die Messung zu schaffen, stellt die optionale Sensor-Sondenprüfung die Integrität der Messung des Sensors sicher.

Die ModBus-Infrastruktur ermöglicht die einfache Installation mehrerer Sensoren in einem einzigen Netzwerk. Eine lokale grafische Anzeige der vergleichenden Kammerleistung wird über den ProController zusammen mit einer kurzfristigen Datenaufzeichnung von Filtertrends bereitgestellt, die zur Identifizierung einzelner Filterreihenverschlechterungen (abhängig von den Filterreinigungsmechanismen) verwendet werden können. Die Fernbeobachtung von Staubemissionen und Filterleistung erfolgt in Echtzeit über die eingebaute Ethernet-Verbindung und die Verwendung der Dust Tools-Software.

Diese Lösung bietet Anlagenwartungsteams Frühwarnalarme für Filterkammern, die beginnen, höhere Staubmengen freizusetzen, und ermöglicht die Identifizierung von Filterverschlechterungen bis hinunter auf Reihenebene. Das Wissen darüber, wo sich eine Filterverschlechterung entwickelt, ermöglicht die Planung von Prozessunterbrechungen und spart Zeit und Ressourcen, indem es aufzeigt, wo sich die Lecks entwickeln und welche Schläuche ausgewechselt werden müssen. Durch die frühzeitige Erkennung von Lecks wird sichergestellt, dass der Emissionsgrenzwert nicht überschritten wird.

PCME LEAK LOCATE 320

Der Anwendernutzen

  • Reduzierung der Wartungszeiten und -kosten
  • Mitarbeiterschutz durch kürzere Staubbelastung bei Wartungsarbeiten
  • Ermöglicht proaktive Instandhaltungsprogramme
  • Ermöglicht lokale und remote Echtzeit-Überwachung der Filterleistung
  • Identifizierung der Filterkammer-Verschlechterung vor Überschreiten von Emissionsgrenzwerten
  • Hilfe bei der Beurteilung unterschiedlicher Schlauchfilterkonstruktionen
  • Reduzierung der verlorenen Energieerzeugungszeit
  • Reduzierung der Kosten für alternative Abfallentsorgung, z. B. Mülldeponie